Wie erfolgt der Eingriff?

Der Eingriff erfolgt fast immer lokal, kosmetisch möglichst unauffällig und narbenarm.

  • Als Fibrome bezeichnet man kleine gestielte Hautauswüchse, die mit örtlicher Betäubung und Desinfektion herausgeschnitten werden. Die Wunde muss nicht vernäht werden.
  • Als seborrhoische Keratosen bezeichnet man bräunliche Hautveränderungen, Alterswarzen, die vor allem im Bereich von Kopf und Hals auftreten. Sie werden mit örtlicher Betäubung und Desinfektion herausgeschnitten. Die Wunde muss nicht vernäht werden.
  • Als Atherome oder Grützbeutel bezeichnet man weißliche, mit Talg gefüllte Zysten, die sich oft unter dem Kopfhaar und am Rücken befinden. Sie werden mit örtlicher Betäubung und Desinfektion herausgeschnitten. Die Wunde wird dann mit wenigen Stichen vernäht.
  • Als Muttermale bezeichnet man Leberflecke. Wenn sie ihre Gestalt und Größe verändern, gehören sie zu den Risikohautveränderungen. Sie werden mit örtlicher Betäubung und Desinfektion herausgeschnitten und zur pathologischen Untersuchung in ein Labor geschickt.
  • Als Basaliom bezeichnet man eine Art von Hautkrebs, das Basalzellkarzinom. Sein typisches Aussehen ist die hautfarbene Hautveränderung mit einer rötlichen Gefäßzeichnung am Rand. Zunächst wird eine kleine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und zur pathologischen Untersuchung in ein Labor geschickt. Bei der Entfernung muss auch der am Rand genügend herausgeschnitten werden, so dass keine Tumormasse übrig bleibt. Je nach Größe sind verschiedene Maßnahmen erforderlich, die Wunde zu verschließen.

Wann ist dieser Eingriff sinnvoll?

Fibrome, Keratosen, Atherome oder Muttermale, sofern sie sich nicht verändern, sind unproblematisch. Oft ist es nur ein kosmetischer Wunsch, aber keine medizinische Notwendigkeit, sie zu entfernen. Anders ist die Situation bei auffälligen und in ihrer Größe und Farbe sich verändernden Leberflecken. Dann ist eine Gewebeprobe medizinisch sinnvoll und notwendig. Diese Leberflecken können erste Anzeichen für Hautkrebs sein.

Wie werde ich betäubt?

In der Regel reicht eine lokale Anästhesie aus.

Wie lange dauert der Eingriff?

wenige Minuten, eventuell bei Basalzellkarzinom bis zu 30 min

Welche Risiken gibt es bei diesem Eingriff?

sehr risikoarm, selten: Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen, allergische Reaktionen auf lokales Betäubungsmittel, es kann zu Narbenbildung kommen, Sensibilitätsstörungen

Was sollte ich davor beachten?

wenig bis nicht rauchen, Bei Einnahme bitte mit Arzt darüber sprechen keine Gerinnungshemmer einnehmen (nach Absprache

Was sollte ich danach beachten?

wenig UV-Belastung durch Sonne oder Solarium (1 Jahr), keine Sauna (1-2 Monate), Falls es eine Naht gibt kein Sport keine körperliche belastung

Diese Standorte bieten Operative Entfernung gutartiger Haut­veränderungen an:

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