Was versteht man unter Peeling?

Peeling heißt übersetzt “schälen” oder “pellen” und meint, dass die obere Hautschicht abgetragen wird. Dadurch kommt es zu einer Erneuerung und Verjüngung der Gewebestrukturen der oberen Hautschichten. Die Regeneration lässt die Haut frischer und glatter aussehen.

Folgende Hautbildstörungen können dadurch verbessert werden:

  • kleine Fältchen 
  • Lichtschäden
  • Pigmentflecken 
  • Aknenarben 
  • Mitesser 
  • Nikotinschäden

Wie werde ich behandelt?

Auf die entsprechende Hautoberfläche wird ein Fruchtsäuregel aufgetragen, was zu großen Teile aus Glykolsäure besteht. Dieser Wirkstoff ist in einigen Früchten wie Weintrauben oder Zuckerrohr von Natur aus enthalten.

Nach einer kurzen Einwirkzeit, die sich aber in den darauffolgenden Behandlungssitzungen verlängert, wird das Gel neutralisiert und entfernt. Der Abstand zwischen den Behandlungen beträgt normalerweise bis zu zwei Wochen, wird aber individuell verändert, je nach Indikation.

Wann sollte keine Behandlung stattfinden?

Die Haut sollte immer geschlossen sein, d. h., es sollten keine Verletzungen, Abschürfungen oder Reizungen vorhanden sein. Die Glykolsäure wäre sonst sehr schmerzhaft. Das gleiche gilt auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Herpes oder Ekzemen.

Welche Komplikationen könnten auftreten?

Grundsätzlich ist die Behandlung mit einem Fruchtsäure-Peeling sehr hautschonend, weswegen es nur sehr selten zu Überempfindlichkeiten oder Pigmentstörungen kommt. Vorübergehend können sich die betreffenden Hautstellen röten oder schuppen. Ganz selten beobachtet man auch Bläschen-und Narbenbildungen.

Was sollte bei Sonneneinstrahlung beachtet werden?

Gerade in den warmen Sommermonaten kommt es immer wieder zu vermehrten Sonnenschäden der Haut, die durch geeignete Peelings zum Teil repariert werden können. Dennoch sollte man beachten, dass durch das Peeling die Hornschicht mehrere Tage dünner ist als sonst und daher die Haut deutlich lichtempfindlicher ist. Wer dennoch gebräunte Haut haben möchte, sollte seine Haut nur mit einer Sonnencrème mit einem hohen Lichtschutzfaktor +50 versehen der Sonne aussetzen. Auch können Selbstbräuner und die regelmäßige Anwendung des Fruchtsäurepeelings eine gleichmäßige Bräune erzielen.

Wie sollte ich mich vor und nach der Behandlung verhalten?

Bitte vermeiden Sie vor der Behandlung stark fettende Kosmetika oder starke Reinigungsmittel. Direkt nach der Behandlung schützen Sie bitte Ihre Haut vor UV-Strahlung der Sonne. Bitte vermeiden Sie auch den Besuch des Solariums.

Wer bezahlt die Behandlung?

Leider ist das Fruchtsäure-Peeling nicht Teil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherungen und muss daher in der Regel selbst bezahlt werden. Auch dadurch entstehende Folgekosten bezahlen die Krankenkassen nicht.