Pneumologische Frührehabilitation

doceins-lungenklinik-neustadt-pneumologische-fruehreha

Die pneumologische Frührehabilitation dient der Mobilisierung schwer erkrankter Patienten mit einer pneumologischen Grunderkrankung und ermöglicht eine Rückkehr zu einem selbstbestimmten Leben.

Wann braucht man eine pneumologische Frührehabilitation?

Im Rahmen von Lungenerkrankungen kommt es heute insbesondere bei schwerkranken Patienten nach intensivmedizinischer Therapie zu einer Immobilisierung. Einfache Dinge des täglichen Lebens, wie Aufstehen, Waschen und Essen können nicht mehr eigenständig erfolgen. Diese Patienten können aufgrund der Schwere ihrer Einschränkungen in keine normale pneumologische Rehabilitation übergeleitet werden.

Beispielsweise führen u. a. Myopathie, Neuropathie, psychische Veränderungen und respiratorische Insuffizienz zu erheblichen Schwierigkeiten, wieder selbstbestimmt atmen und leben zu können. Viele Patienten sind stark pflegebedürftig. Auch eine Entlassung in die häusliche Umgebung ist nur bei entsprechender pflegerischer Versorgung möglich.

Hier setzt die pneumologische Frührehabilitation an, um die Dinge des täglichen Lebens wieder zu erlernen und somit ein eigenständiges Leben führen zu können. Um die Selbständigkeit zu fördern, setzt die pneumologische Frührehabilitation möglichst frühzeitig an, teilweise noch während der Beatmungsphase.

Ziel der pneumologischen Frührehabilitation ist es, den Patienten aus dem Bett heraus zu mobilisieren. Je früher man rehabilitatorische Schritte einleitet, umso höher ist die Erfolgswahrscheinlichkeit. Daher sind wir in der Lungenklinik Neustadt darauf spezialisiert, unsere intensivmedizinischen Patienten interdisziplinär zu betreuen und zu versorgen.

Was unterscheidet eine pneumologische Frührehabilitation von einer pneumologischen Anschlussheilbehandlung?

Die pneumologische Frührehabilitation beginnt im Krankheitsverlauf noch während der akutmedizinischen Therapie. Es handelt sich hierbei um eine Krankenhausversorgung, so dass ein spezieller Antrag auf Anschlussheilbehandlung nicht erforderlich ist.

Die pneumologische Frührehabilitation kann bereits am Ende der intensivmedizinischen Therapie – auch bei bestehender Beatmungspflichtigkeit – beginnen. Sie findet daher zum Teil noch auf der Intensivstation unseres Hauses sowie zum Teil auf der internistisch pneumologischen unseres Hauses statt. Es werden hierbei insbes. Patienten behandelt, die noch nicht selbständig das Bett verlassen, sich waschen, anziehen oder essen können.

Eine Verlegung in unsere pneumologische Frührehabilitation

Befindet sich Ihr Angehöriger oder Sie selbst im Rahmen einer Erkrankung der Lunge oder aufgrund einer Intensivtherapie in stationärer Behandlung, so ist nach Rücksprache mit uns eine Verlegung zur pneumologischen Frührehabilitation möglich.

Über eine Verlegung entscheidet jedoch letztendlich der behandelnde Arzt. Bitte sprechen Sie diesen persönlich mit der Bitte um Verlegung in unsere Klinik an.

Wir bitten darum, dass sich der Kollege mit uns in Verbindung setzt und die Details einer Verlegung abspricht. Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, steht Ihnen unser Rehabilitationsmediziner jederzeit gern zur Verfügung.

Wie können Angehörige helfen?

Um den Erfolg der Rehabilitation zu optimieren, beziehen wir bei Wunsch auch die Angehörigen mit ein. Sie können im Zimmer des Patienten oder gegenüber dem Krankenhaus untergebracht werden.

Die Therapiemaßnahmen und der Umgang mit den medizinischen Geräten werden ausführlich erklärt. Dabei legen wir Wert darauf, dass wir mit ihnen den Umgang mit den medizinischen Geräten üben und ihnen auch Techniken zum richtigen Abhusten und andere Hilfestellungen für den Betroffenen vermitteln.

So ermöglichen wir unseren Patienten und seinem häuslichen Umfeld die notwendige Sicherheit und Verlässlichkeit im Umgang mit technischen Hilfen und Reha-Übungen und bereiten ihn bestmöglich auf ein selbstbestimmtes Leben vor.

Elemente der pneumologischen Frührehabilitation

  • Atemtherapie
  • Physiotherapie und Manuelle Therapie
  • aktivierende Pflege
  • Schmerz- und Wundmanagement
  • Sekretolyse und Sekretdrainage
  • Ergotherapie und Förderung der motorischen Fähigkeiten
  • Logotherapie und Schlucktraining
  • Wahrnehmungs- und Selbstständigkeitstraining
  • psychotherapeutische Begleitung

Wer wir sind

Wir sind ein Team aus erfahrenden Pneumologen, Neurologen, Rehabilitationsmedizinern, Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten und Sozialdienstmitarbeitern. Weitere Spezialisten arbeiten eng mit uns zusammen.

Ansprechpartner und Kontakt

Dipl.-Med. Holger Becher
Telefon: 036331 / 361921 (Sekretariat)
E-Mail: fruehreha-neustadt@doceins.de

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Hinweis

Ein Reha-Antrag an die Krankenversicherung entfällt, da der Patient direkt zu uns verlegt, bzw. weiterbehandelt wird.